Schulen in Deutschland haben den Auftrag, allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft und sozialem Milieu – gerechte Bildungschancen zu bieten. Dies gelingt trotz großem Engagement der Schulen weiterhin nicht in dem Maße, wie es in einer modernen Einwanderungsgesellschaft nötig wäre. Immer noch hängt der Bildungserfolg in besonderer Weise von Herkunftsfaktoren ab. Dies haben auch die Folgen der Corona-Krise eindrücklich vor Augen geführt.
Im digitalen Fachgespräch „Schule gemeinsam gestalten - Wie Zusammenarbeit diversitätssensible Schulentwicklung ermöglicht.“ diskutierten am 12. November Prof. Dr. Nina Bremm, Leiterin der Forschungsgruppe Schulentwicklung an der Pädagogischen Hochschule Zürich, Prof. Dr. Katharina Maag Merki, Professorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Theorie und Empirie schulischer Bildungsprozesse am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich, Regine Hartung, Leiterin der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung am Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Juliana Dressel-Zagatowski, Schulleiterin einer Oberschule in Dresden, Edwin Grewe, Politischer Referent beim Migrationsrat Berlin e. V. und Anna-Margarete Davis, Abteilungsleitung Programme der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.
Das Podium war sich vor allem darin einig, dass unterschiedliche Bedarfslagen unterschiedliche Konzepte und Ressourcen brauchen. „Gleichmachen negiert Diversität“, betont Schulleiterin Dressel-Zagatowski. Prof. Dr. Maag Merki bestärkt: „Es gibt nicht einen klassischen Entwicklungsweg, der für alle passt. Die Frage ist immer: Was heißt das ganz konkret für diese Schule“. Regine Hartung sieht eine große Chance in der aktuellen Corona-Situation: Wenn es Krisen gibt, gibt es mehr zu tun. Die Vergangenheit hat gezeigt, das dann Veränderungen in Gang kommen“. Daher ist es umso wichtiger, dass es Projekte wie „Vielfalt entfalten“ gibt, die gerade jetzt Entwicklungsvorhaben an Schulen begleiten. Dr. Susanne Farwick, Leiterin des Bereichs Integration bei der Stiftung Mercator, stellte heraus, wie wichtig den Projektpartnern der enge Kontakt und der direkte Austausch mit Lehrkräften und Leitungen an Schulen ist.
Karin Prien Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator Dr.in Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Gloria Boateng, Vorstand von SchlauFox e.V., Lehrerin, Autorin, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes
Prof. Aladin El-Mafaalani Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Osnabrück
Sie haben am Landesfachtag teilgenommen, aber die Workshop-Dokumentation nicht erhalten? Dann wenden Sie sich bitte an das Landesteam unter vielfalt-entfalten.sh@dkjs.de.
Diversitätssensible Schulgestaltung: Ein Praxisbeispiel aus Berlin-Wedding Lea Klein
Diversitätsbewusst im Unterricht: Eine Übung Dr.in Imke Lode
Strategien für eine gerechte Schule: Ein Praxisbeispiel aus der Hamburger Lehrkräftebildung Dr.in Rita Panesar
Projektvorstellung: „InterTeach“ - Eine Qualifikation für Lehrkräfte mit ausländischer Berufsqualifikation Dr. Jens Winkel, Bastian Menge, N.N., Jacqueline Wassing
Leistungsmotivation in heterogenen Schulklassen: Ein Toolkit für die Lehrer*innenbildung Dr.in Mohini Lokhande und Ritva Grießig
Diversitätscheck: Bestandsaufnahme in der eigenen Schule Toan Quoc Nguyen
Grundrechtebildung als Teil von Demokratiebildung Regina Piontek
Aminata Touré MdL, Vizepräsidentin des Landtages Schleswig-Holstein, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Saraya Gomis Vorstand Each One Teach One (EOTO) e.V.
Individuelle Diversitäts-Intervention im eigenen Schulalltag Lea Klein
Sozialer Aufstieg durch (Schul-)Bildung Gloria Boateng
Bildungsmedien für diversitätssensible Unterrichtsgestaltung Dr.in Janina Vernal
Diversitätssensible Personalentwicklung im Schulkontext Nurten Karakas
Empowerment von Schüler*innen mit Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen Toan Quoc Nguyen
Social Justice, Diversity und Inklusion im Kontext von Schule Leah Carola Czollek
Interkulturelle Coaches: IQSH Weiterqualifizierungsangebot für Lehrkräfte Uta Hartwig, Camila Damerau
Schule ist ein Ort der aktiven Demokratieerziehung und Wertevermittlung: Wie hat sich die Herbert-Hoover-Schule Berlin-Mitte auf den Weg gemacht, die eigene Schule diversitätssensibel zu gestalten? Wie sahen die ersten Schritte aus? Lea Klein stellt den Prozess der Schule aus zwei Perspektiven vor: als Lehrerin und Schulberaterin. Im Workshop erhalten Sie einen Einblick, welche Möglichkeiten Sie als unterrichtende Personen haben, Ihre Wahrnehmung von Diskriminierung verschiedener Schüler*innen-Gruppen zu schärfen, diese produktiv zu nutzen und sich zielgerichtet in die Schulentwicklung einzubringen.
Lea Klein ist Lehrerin an der Herbert-Hoover-Schule Berlin-Mitte (integrierte Sekundarschule) und Schulberaterin für die Bereiche kulturelle Bildung, Diversity, Gleichstellung und Gleichberechtigung der Geschlechter (Verbund Berlin Mitte)
Schüler*innen kommen mit vielfältigen Biografien und individuellen Anforderungen in die Schule. Wie sieht ein kompetenter und angemessener Umgang mit der Heterogenität im Klassenzimmer aus? Anhand von beispielhaften Unterrichtssituationen und eigenen Erfahrungen erarbeiten Sie im Workshop einen Zugang zur Vielfalt ihrer Schüler*innen. Sie lernen das Konzept des eingeschränkten Lern- und Inklusionsfensters kennen und werden für daraus entstehende Dynamiken sensibilisiert. Zudem erhalten Sie Impulse für eine diversitätsbewusste Haltung und entwickeln gemeinsam Handlungsalternativen für die Interaktion im Unterricht.
Dr. Imke Lode ist Diversitätstrainerin, zertifizierte Trainerin und Coach für interkulturelle Kompetenzen
In Schulentwicklungsprozessen ist es wichtig, Routinen, Räume und Materialien auf Ausgrenzung hin zu untersuchen: Welche Schüler*innengruppen sind in der Schule nicht sichtbar? Wie beeinflussen Vorurteile unseren Anspruch auf gerechte Leistungsbewertung? Wie können wir uns als Schule gemeinsam auf den Weg machen, um die diversen Realitäten unserer Schüler*innen und ihrer Familien noch stärker zu berücksichtigen? Für Chancengerechtigkeit in der Schule bedarf es einer diversitätssensiblen Ausrichtung von Personal und Strukturen. Im Workshop zeigt Dr. Rita Panesar anhand konkreter Beispiele, wie Schul- und Unterrichtsentwicklung dazu beiträgt und diskutiert mit den Teilnehmenden Strategien, wie strukturelle Diskriminierung und Rassismus abgebaut werden können. Impulse liefert dabei die Hamburger Qualifizierung zur Interkulturellen Koordination durch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg und die KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V.
Dr. Rita Panesar ist gestaltorientierte und systemische Organisationsberaterin mit dem Schwerpunkt Diversity und internationales Bildungsmanagement sowie Projektleiterin der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V.
Dr. Nele Kampa vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) Kiel stellt in einem Interview das Schleswig-Holsteiner „International Teacher Program“ (InterTeach) vor. Anschließend stellen die jeweiligen Verantwortlichen die Umsetzung des Vorhabens im fachlichen, sprachlichen und kulturellen Bereich an den beiden Standorten, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Europa-Universität Flensburg, vor. In der abschließenden Diskussion stehen folgende Fragen im Vordergrund: Welchen Mehrwert hat das Projekt für eine diversitätssensible Schulentwicklung? Welchen möglichen Herausforderungen stellen sich die neuen Lehrkräfte? Wie könnte eine gute Einbindung und Betreuung der „InterTeach“-Kolleg*innen in der eigenen Schule aussehen? Gemeinsam besprechen Sie Ihre Ideen für die Weiterentwicklung des Projekts sowie Lösungen für mögliche Herausforderungen, die dazu beitragen können, die „InterTeach“ -Teilnehmenden gut auf die schulischen Anforderungen vorzubereiten.
Europa-Universität Flensburg:Dr. Jens Winkel ist Geschäftsführer des Zentrums für Lehrerinnen- und LehrerbildungBastian Menge ist InterTeach-Lehrkraft an der Europa-Universität FlensburgChristian-Albrechts-Universität zu Kiel:N.N. ist Gesamtprojektleitung InterTeach Jacqueline Wassing arbeitet im Bereich Deutsch als Fremdsprache
Wie lässt sich das Vertrauen in sich und andere sowie die Motivation von Schüler*innen steigern und welchen Effekt hat das auf die Leistungsentwicklung in einem heterogenen Kontext? Dr. Mohini Lokhande und Ritva Grießig leiten gemeinsam ein Projekt, bei dem eine Selbstbestätigungsintervention in Schulen erprobt und deren Wirkung evaluiert wird. Im Workshop werden die dem Toolkit zugrundeliegende Studie und Theorie zunächst vorgestellt und wichtige Rahmenbedingungen und Erkenntnisse erläutert. Als Person in schulischen Leitungspositionen, aus Bildungsverwaltung, aus Lehrkräftebildung sowie dem Unterstützungssystem lernen Sie spezifische Interventionen aus dem Toolkit (Werte-Affirmation, wachstumsorientiertes Selbstbild und weises Feedback) zum Abbau von Bildungsbenachteiligung kennen und besprechen Möglichkeiten des gezielten und nachhaltigen Einsatzes in Ihrer Einrichtung oder Ihrem Arbeitsumfeld.
Dr.in Mohini Lokhande (Dipl.-Psych.) ist stellvertretende Leiterin des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR)Ritva Grießig (Psychologin M.Sc.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR)
Auf der Basis des Modells von Rainer Spangenberg bietet der Workshop Ihnen erste Impulse für eine Bestandsanalyse von Diversität in der eigenen Schulentwicklung: Wo steht die eigene Schule aktuell bezogen auf verschiedene Aspekte von diversitätssensibler Schulentwicklung, wie z. B. Schulprogramm/Leitbild, Auswahl/Gestaltung und Einsatz von Lernmaterialien oder Gestaltung der Zusammenarbeit im Team? Was gelingt bereits an der eigenen Schule? Was ist noch ausbaufähig? Im Workshop tauschen Sie sich über ihre Erfahrungen aus und identifizieren weitere Handlungsbedarfe für die eigene Schule.
Toan Nguyen (Dipl.-Päd.) ist systemischer Coach und Organisationsberater im Kontext Antidiskriminierung und Empowerment, u.a. in Bildungskontexten
Im Workshop wird der Fokus auf die Grundrechtebildung als Element diversitätssensibler Schulentwicklung gelegt. Dabei setzen Sie sich mit Ansätzen und Methoden der Demokratiepädagogik auseinander. Um Vielfalt an der Schule zu fördern, bedarf es Raum für Auseinandersetzungen sowie ein Bewusstsein und Klarheit über Grundrechte. Nur so können gemeinsame Leitgedanken und Handlungskompetenzen in Kollegien entwickelt werden, sodass Sicherheit im Umgang mit ambivalenten Situationen entsteht: Wie gehen wir mit Beleidigungen, Diskriminierungen und Rassismus um? Wie reagieren wir z. B. auf islamophobische oder antisemitische Haltungen? Wie gehen wir mit aktuellen Diskussionen um Einschränkungen von Freiheitsrechten in der Corona-Krise um?
Regina Piontek war Fachleiterin am Landesinstitut für Schule Bremen (LiS) und Leiterin des Kompetenzzentrums für Interkulturalität in den Schulen. Aktuell ist sie Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik.
Zahlreiche Studien zeigen, dass das deutsche Bildungssystem bestehende Ungleichheiten nicht ausgleicht, sondern verstärkt. Im Workshop lernen die Teilnehmenden Diskriminierungsformen (er)kennen, entwickeln und probieren kompetente Handlungsmöglichkeiten für den eigenen Schulalltag. Entlang unterschiedlicher Formen der systematischen Diskriminierung diskutieren Sie konkrete Handlungskompetenzen, die sowohl zur Stärkung der eigenen Haltung gegenüber alltäglichen Diskriminierungsformen als auch zu einem Gefühl der Selbstwirksamkeit beitragen. Wie dies sowohl in kleinen situativen Interaktionen als auch in ganzen Themenreihen im Unterricht und im Schulalltag gelingen kann, wird in diesem Workshop gemeinsam besprochen und entwickelt.
Inwiefern ist sozialer Aufstieg durch (Schul-)Bildung möglich? Anhand eigener biographischer Bezüge setzt sich Gloria Boateng in Ihrem Workshop mit dieser Fragestellung auseinander. Im Workshop wird die Lehrkräfterolle thematisiert und im Gespräch mit den Teilnehmer*innen wird der Frage nachgegangen, was Lernende brauchen, um sich aus schwierigen Verhältnissen herauszubewegen und inwiefern Lehrkräfte Schüler*innen dabei unterstützen können. Zudem gründete Gloria Boateng den Hamburger Verein SchlauFox e. V. im Jahr 2008, der sozio-ökonomisch benachteiligte Jugendlichen durch vielfältige Programme auf ihrem schwierigen Bildungsweg begleitet. Sie lernen im Workshop die Arbeit des Vereins Schlaufox e.V. kennen und besprechen welche Relevanz diese Angebote zur Unterstützung von Schüler*innen in ihrem sozialen Aufstieg durch Bildung haben.
Gloria Boateng ist Vorstandsvorsitzende von SchlauFox e.V, Lehrerin, Coach, Autorin und u.a. Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.
Inwiefern entfalten Sprache und visuelle Darstellungen eine diskriminierende, rassistische und damit schädigende Wirkung auf Menschen und insbesondere auf Schüler*innen of Color? Mit dieser und weiteren zentralen Fragen zur kritischen Auseinandersetzung mit Bildungsmedien beschäftigen sich die Teilnehmenden im Workshop. Sie setzen sich mit ausgewählten Lehrbuchtexten und Bildern bzgl. der Darstellung von Vielfalt auseinander. Dabei arbeiten die Teilnehmenden an Texten und Bildern, um diskriminierende Auswirkungen auf Schüler*innen sowie auf Lehrer*innen of Color zu reduzieren. Die Ergebnisse werden gemeinsam diskutiert.
Dr.in Janina Vernal ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftung Universität Hildesheim
Die sprachliche, religiöse und ethnisch-kulturelle Heterogenität der Schüler*innen in Deutschland findet im Lehrkräftezimmer bisher kaum Entsprechung. Eine Erhöhung des Anteils an Lehrenden mit sogenanntem Migrationshintergrund erscheint als ein Schlüssel für mehr Integration, Teilhabe und Schulerfolg von heterogenen Schüler*innen. Ausgehend von Ergebnissen der explorativ angelegten Studie „Vielfalt im Lehrerzimmer“ (Viola Georgi, Lisanne Ackermann, Nurten Karaka? 2011) wird im Workshop den Fragen nachgegangen: Welche Rolle spielen Lehrende mit sogenannter Migrationshintergrund im Prozess der diversitätssensiblen Schulentwicklung? Welcher flankierenden Maßnahmen bedarf es neben der gezielten Werbung und Rekrutierung von Lehrenden mit Zuwanderungsbiografie? Wie können an Schule handelnde Personen bereits in der Aus-, Fort- und Weiterbildung angemessen auf den Umgang mit Heterogenität vorbereitet werden?
Nurten Karakas ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftung Universität Hildesheim
Zur Lebenswelt vieler Schüler*innen gehören Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen. Sie erleben Ausgrenzung, Beleidigung und Herabwürdigung aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Geschlechtszugehörigkeit, Behinderung oder sexuellen Identität. Das wirkt sich negativ auf ihr Selbstverständnis, ihr Lernverhalten und ihre Gesundheit aus. Pädagogische Fachkräfte sind auf- und herausgefordert Diskriminierung und Rassismus in der Schule entgegenzuwirken. Im Workshop geht es einerseits darum, sich mit Hindernissen auseinanderzusetzen, die bei der Begleitung und Bearbeitung solcher Erfahrungen deutlich werden, und andererseits gemeinsam zu überlegen, wie Empowerment von jungen Menschen an der eigenen Schule gelingen kann.
Toan Nguyen (Diplom-Pädagoge) ist systemischer Coach und Organisationsberater im Kontext Antidiskriminierung und Empowerment, u.a. in Bildungskontexten
Social Justice und Diversity ist ein speziell für die Praxis entwickeltes Konzept, das sich mit der Pluralität und Diskriminierung in gesellschaftlichen Feldern beschäftigt und Handlungskompetenzen zum Abbau von Diskriminierung schult. Im Workshop lernen Sie das Konzept zunächst kennen und beschäftigen sich vertiefend mit der Frage: Wie lassen sich Elemente struktureller Konzepte wie Social Justice und Diversity in nachhaltige Angebote und Curricula der Lehrkräftebildung überführen? Was bedarf es, um beispielsweise Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst auf den diversitätssensiblen Umgang mit unterschiedlichen Personengruppen in der Schule vorzubereiten?
Leah Carola Czollek ist Sozialpädagogin, Supervisorin, Mediatorin, Leiterin des Instituts Social Justice und Radical Diversity, Lehrbeauftragte, Ausbilderin von Social Justice und Diversity Trainings
Lehrkräfte, die über ein Schuljahr hinweg an der Weiterqualifizierung zum Interkulturellen (IBE) Coach teilnehmen, gehen der vertiefenden Fragestellung nach: Wie gestalten wir Vielfalt an der eignen Schule? Trainingsangebote zur Sensibilisierung für interkulturelle Aspekte, wie beispielsweise Wertevorstellungen und Kommunikationsstrategien sowie die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten einer konzeptionell ausgerichteten Willkommenskultur, bilden wichtige Inhalte für die Schulpraxis. Im Workshop lernen die Teilnehmenden das Gesamtkonzept der Weiterqualifizierung sowie die begleitenden Netzwerkangebote kennen und erfahren, wie ein pädagogisches Handlungskonzept im Rahmen des Angebots erarbeitet werden kann.
Uta Hartwig ist Landesfachberaterin Deutsch als Zweitsprache/Interkulturelle Bildung und Erziehung am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen SH (IQSH)Camila Damerau ist IQSH-Fortbildnerin zu Interkultureller Bildung und Erziehung sowie Lehrkraft am Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium Lübeck
Anna Dietrich: 0431 668708-17 Elvira Hadzic: 0431 668708-18 Dr.in Bettina Bello: 040 3807153-42vielfalt-entfalten.sh@dkjs.de