„Vielfalt als Ressource im Kontext diversitätssensibler Schulentwicklung"

Mitte Juni fand das zweite Gesamt-
netzwerktreffen der sächsischen Projektschulen als zweitägige Online-Veranstaltung statt. Die beiden Tage standen unter der Überschrift „Vielfalt als Ressource im Kontext diversitätssensibler Schulentwicklung". Teilgenommen haben Mitglieder aus den multiprofessionellen Schulteams.

Nach einem Impulsvortrag von Dr. Imke Lode zum Thema „Vielfalt & Intersektionalität in der Unterrichts-entwicklung – Konzepte, Handlungs-
möglichkeiten, Instrumente" mit anschließender Diskussion konnten die Teilnehmenden ihr Wissen und ihre Kompetenzen in praxisorientierten Workshops erweitern. Die vier angebotenen Workshops waren "Lernbüro in der Praxis" (Evangelisches Schulzentrum Muldental), "Sozialpädagogisches Teamteaching" (Kindersprachbrücke Jena e.V.), "Diversitätsbewusste Konfliktlösung durch gewaltfreie Kommunikation" (Dr. Imke Lode/ Kristin Seebeck) und "Mehrsprachige Elterngespräche führen" (Projekt ElKiS! des Friedenskreis Halle e.V.).

Der zweite Tag fokussierte stärker auf den Austausch und die Themen der Teilnehmenden. Hier waren Fragen zum Empowerment von Schüler:innen und zur Rhythmisierung des Schulalltags von großem Interesse. Die teilnehmenden Grundschulen nahmen viele Anregungen, vor allem zur Gestaltung des Tagesanfangs, mit. Außerdem gab es eine Gruppe, die gemeinsam mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage konkrete Situationen zum Thema „Diskriminierung und Rassismus im Lehrer:innenzimmer" besprach. In einer anderen Gruppe stellte der Rigardu e.V. aus Leipzig Sensibilisierungsmethoden zum Thema „Othering“ vor.

Besonders spannend empfanden die Teilnehmenden das Format "Im Gespräch mit der Bildungsverwaltung". Neben der zuständigen Referentin aus dem Sächsischen Ministerium für Kultus waren auch zwei Mitarbeiter:innen aus dem Landesamt für Schule und Bildung dabei, beantworteten Fragen der Lehrer:innen und hörten ihnen aktiv zu. Der Perspektivwechsel und das Erläutern von Hintergründen führte zu viel Verständnis auf beiden Seiten.

Ein teilnehmender Lehrer fasste begeistert die Austauschrunden zusammen: „Die Mischung aus horizontalem Austausch mit den anderen Schulen und der vertikale Dialog mit der Bildungsverwaltung war sehr gelungen.“

Das Netzwerktreffen dokumentiert als Graphic Recording von Anja Maria Eisen finden Sie hier.

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