18. bis 21. Mai 2021

Themenwoche zu diversitätssensibler Schulentwicklung

Eine digitale Fachveranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vielfalt im Gespräch“

Mit der Themenwoche bieten wir allen Personen im Schul- und Bildungssystem und einer interessierten Fachöffentlichkeit Impulse zur Stärkung ihrer pädagogischen und professionellen Handlungssicherheit an, die sie im Kontext einer diversitätsorientierten und diskriminierungskritischen Schulentwicklung einsetzen können. Dafür öffnen wir digitale Räume für den Austausch zwischen Teilnehmenden und Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis. Für Personen, die mit ihren Schulen oder als Beschäftigte der Bildungsverwaltungen am Projekt „Vielfalt entfalten – gemeinsam für starke Schulen“ teilnehmen, bieten wir außerdem die Möglichkeit zum länderübergreifenden Kennenlernen und Vernetzen.

Wann:

18.-21.05.2021, jeweils ab 16:00 Uhr

Wo:

Über die digitale Plattform des Technikdienstleisters Open Door. Den Link zur Themenwoche erhalten Sie einige Tage vor der Veranstaltung per E-Mail an die E-Mail-Adresse, mit der Sie sich angemeldet haben.

Hinweise:

Die Anmeldeseite wird fortlaufend aktualisiert. Bitte lassen Sie uns wissen, was Sie brauchen, um an der Veranstaltung teilnehmen zu können (z.B. gebärdensprachliche Übersetzung). Senden Sie uns dazu und auch bei organisatorischen Fragen gerne eine E-Mail an vielfalt-entfalten@dkjs.de.

Anmeldung:

Bitte melden Sie sich online bis zum 13. Mai 2021 an. Zur Anmeldung gelangen Sie über diesen Link: https://hake.live/Themenwoche_Vielfalt_entfalten/.

Durch die Themenwoche begleiten Sie Miriam Camara und Anna-Margarete Davis.

Miriam Siré Camara ist Gründerin und Geschäftsführerin von akoma coaching & consulting. Sie hat langjährige Erfahrung als Organisationsentwicklerin und einen fachlichen Hintergrund in Kommunikations- und Betriebspsychologie. Seit über 15 Jahren begleitet sie klassische und diversitätsorientierte Organisationsentwicklungsprozesse in Kulturinstitutionen, Verwaltungen, Non-Profit- und Profit-Organisationen. Schwerpunkte liegen hierbei u. a. im Bereich Personalgewinnung und im Führungskräfte-Coaching. Darüber hinaus ist sie Referentin und (Fach-)Moderatorin in den Themenfeldern Diversität/Diskriminierung, Macht, Kunst & Kultur.

Anna-Margarete Davis ist Abteilungsleiterin der Programmabteilung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Dort verantwortet sie als Mitglied der Geschäftsleitung die Projekte im Bereich der Schulentwicklung, u.a. „LiGa – Lernen im Ganztag“ und „Vielfalt entfalten – Gemeinsam für starke Schulen“.

Dienstag, 18. Mai 2021

15:45 – 16:00 Uhr

Ankommen der Teilnehmenden im digitalen Raum

16:00 – 17:00 Uhr

Eröffnung der Themenwoche

Um dem Diversity-Tag am 18.05.2021 einen feierlichen Rahmen zu geben, eröffnen wir die Themenwoche mit einem Poetry Slam. Er wird vorgetragen von Amira Zarari und Hosnijah Mehr. Im Anschluss begrüßen wir als erste Gästinnen Christiane von Websky, Leiterin Bereich Teilhabe und Zusammenhalt der Stiftung Mercator, und Anne Rolvering, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Über die Referent:innen

Amira Zarari studiert Islamwissenschaften an der Universität Hamburg. Sie ist seit sieben Jahren Spoken Word Artist, unter anderem beim 2011 in Berlin gegründeten Künstler:innen-Kollektiv i,Slam. Sie slammt zudem freiberuflich, tritt auf unterschiedliche Bühnen auf und führt Workshops durch. Sowohl in ihren Texten als auch in ihrer Arbeit mit Jugendlichen beschäftigt sie sich mit den Themen Antischwarzer und Antimuslimischer Rassismus.

Hosnijah Mehr studiert Jura in Mainz. Sie tritt seit über sechs Jahren bundesweit mit ihren Slam-Texten auf und möchte damit einen Beitrag zu mehr Verständnis und Frieden leisten. In der Kunst sieht sie ein Medium, um über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg ins Gespräch zu kommen und einander kennenzulernen. Hosnijah Mehr ist Teil des Künstler:innen-Kollektivs i,Slam.

Anne Rolvering ist Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie Vorstandsmitglied beim Bundesverband Deutscher Stiftungen. Zuvor leitete sie die Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa und war in verschiedenen Positionen bei der Stiftung Mercator tätig. Schwerpunkte von Anne Rolverings Arbeit sind Schule als Lebens- und Lernort sowie Demokratiebildung und Teilhabe.

Christiane von Websky ist seit 2014 Bereichsleiterin „Teilhabe und Zusammenhalt“ bei der Stiftung Mercator. Zuvor war sie in verschiedenen Positionen ebenfalls bei der Stiftung Mercator tätig. Zu ihren weiteren beruflichen Stationen zählt neben der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft auch DIE ZEIT in Hamburg, bei der sie 4 Jahre lang die Schüler- und Studierendenprogramme für den Verlag aufgebaut und geleitet hat.

17:00 – 18:00 Uhr

Keynote „Diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Schulentwicklung im Kontext widerstreitender Interessen in der postmigrantischen Gesellschaft“

Über den Referenten

Der Publizist und Migrationsforscher Dr. Mark Terkessidis hat mit seinen Büchern und Essays die wissenschaftlichen Diskurse zu Rassismus in Deutschland seit den frühen 1990er Jahren maßgeblich geprägt. Zu seinen Arbeiten zählen u.a. Mainstream der Minderheiten (1997), Die Psychologie des Rassismus (1998), Die Banalität des Rassismus (2004), Interkultur (2010) oder Wessen Erinnerung zählt? Koloniale Vergangenheit und Rassismus heute (2019). Mit einer Interkultur aus dem gleichnamigen Buch bietet Terkessidis ein Gegenmodell zur Integration an und sucht nach Wegen, wie die Gesellschaft und ihre Institutionen Barrieren für Teilhabe und gerechte Chancen abbauen können, um die Vielheit unserer Gesellschaft zum Tragen kommen zu lassen.

18:15 – 19:15 Uhr

Kennenlernen und Austausch zwischen den Teilnehmenden aus den vier Bundesländern im Projekt „Vielfalt entfalten – gemeinsam für starke Schulen“

Gemeinsam Vielfalt leben – in diesem Sinne wollen wir uns im Anschluss an die Impulse des Auftakts der Themenwoche zu einem schul- und bundeslandübergreifenden Austausch im digitalen Raum einfinden. Wir schaffen Ihnen einen angenehmen Rahmen, in dem Sie mit anderen Teilnehmer:innen im Projekt über Ihre alltägliche Arbeit und Ihre Herausforderungen ins Gespräch kommen können. Profitieren Sie von den Lösungsstrategien und Ideen Ihrer Kolleginnen und Kollegen und nutzen Sie das Netzwerk. Abhängig von der Anzahl an Teilnehmenden werden Sie in kleineren Gruppen miteinander sprechen können.

Mittwoch, 19. Mai 2021

15:45 – 16:00 Uhr

Ankommen der Teilnehmenden im digitalen Raum

16:15 – 17:30 Uhr

Bitte melden Sie sich für eines der folgenden Themen an. Mit Ausnahme von „Diskriminierungsrisiken erkennen und begegnen, auch in der Pandemiesituation“ „Herausforderndes Verhalten als Beziehungsproblematik verstehen“ (beide am Mittwoch) sowie „Weise Interventionen für einen diversitätsbewussten Unterricht“ und „Partizipation im Fernunterricht“ (beide am Donnerstag), werden alle Themen am Mittwoch, 19.05. und Donnerstag, 20.05. angeboten.

Über den Schulhof hinaus – Sozialräumliche Aspekte von Schulentwicklung

HINWEIS: diese Session ist auf 30 Teilnehmende begrenzt.

Das Projekt „InSide: Inklusion im Sozialraum – Partizipative, demokratische und kinderrechtsbasierte Schulentwicklung durch schüler*innenaktive Forschung“ verfolgt das Ziel, Gelingensbedingungen inklusiver Schule, speziell mit Blick auf die Verortung im Stadtteil, zu formulieren. Im Projekt der Fachhochschule Potsdam in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig werden Schulen, die sozialraumorientiert arbeiten sowie eine Modellregion in Leipzig beispielhaft untersucht. Ein besonderes Merkmal des Vorhabens ist der partizipativ ausgelegte Forschungsansatz. Im Workshop werden erste Erkenntnisse durch das Projektteam der Universität Leipzig vorgestellt und mit den Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit diskutiert.

Über die Referent:innen

Robert Kruschel, Nico Leonhardt und Prof. Dr. Saskia Schuppener sind Teil des Projektteams und arbeiten am Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig.

Fehlerfreundlichkeit und Feedbackkultur im professionellen Handeln

HINWEIS: diese Session ist auf 25 Teilnehmende begrenzt.

Diversität als Querschnittsaufgabe betrifft die gesamte Schulkultur und Schulentwicklung. Dazu gehört auch eine positive Fehler- und Feedbackkultur. In diesem Workshop geben Dr.in Janina Vernal Schmidt und Dhana Indlekofer einen kurzen Input zum Thema Diversität und Schulentwicklung. Anhand von Feedbacksequenzen können sich die Teilnehmer:innen in Kleingruppen über Diversitätslinien austauschen und gemeinsam erarbeiten, welche Haltungen einem diversitätssensiblen, fehlerfreundlichen Umgang zugrunde liegen können.

Über die Referentinnen

Dr.in Janina Vernal Schmidt ist Institutsgeschäftsführerin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim.

Dhana Indlekofer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim.

Herausforderndes Verhalten als Beziehungsproblematik verstehen

Auf Grundlage seines Buches Pädagogische Beziehungskompetenz: Grundlagen für Erzieher*innen und Lehrer*innen wird Dr. Udo Baer zum Thema „Herausforderndes Verhalten als Beziehungsproblematik verstehen und damit umgehen“ einen Impuls geben. Wie kann eine Förderung von Beziehungskompetenz sowohl auf Seiten der Pädagog:innen als auch der Schüler:innen gelingen? Im Anschluss gibt es Raum für Fragen, Diskussion und den Austausch von Erfahrungen der Teilnehmenden.

Über den Referenten

Dr. Udo Baer ist promovierter Gesundheitswissenschaftler und Diplom-Pädagoge und ist u.a. Mitbegründer und wissenschaftlicher Berater der Zukunftswerkstatt therapie kreativ und Mitinhaber des Pädagogischen Instituts Berlin (PIB). Seine Kompetenzfelder im Bereich Kinder und Jugendliche sind u.a. Bindungsstörungen und Traumapädagogik.

Vorstellung der Studie „Diskriminierungsrisiken erkennen und begegnen, auch in der Pandemiesituation“

Die im November 2020 erschienene Studie richtet einen menschenrechtlichen und antidiskriminierungsrechtlichen Blick auf Schule und Diskriminierungsrisiken im Kontext der schulischen Maßnahmen im Zuge der Notwendigkeit der Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Im Auftrag von ADAS – Anlaufstelle Diskriminierungsschutz an Schulen in Berlin, stellen die Professorinnen Susanne Dern und Maria Wersig darin dar, welche Rechte und Werte im Zuge des ausfallenden Präsenzunterrichts und den diese (teilweise) ersetzenden Elemente des Fernunterrichts berührt sind und welche Diskriminierungsrisiken hier bestehen. Sie werfen außerdem einen Blick auf die Folgen dieser Maßnahmen und skizzieren Möglichkeiten, möglichst sensibel und diskriminierungsfrei zu agieren bzw. Benachteiligungen zu vermeiden. Nach einer Vorstellung wesentlicher Aspekte der Studie haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit den beiden Autorinnen dazu ins Gespräch zu kommen.

Über die Referentinnen

Prof. Dr. Susanne Dern ist Professorin für Soziale Sicherung, Inklusion und Verwaltung mit den Arbeitsschwerpunkten Existenzsicherungs- und Antidiskriminierungsrecht an der Hochschule Fulda, University of Applied Sciences, Fachbereich Sozialwesen.

Prof. Dr. Maria Wersig ist Professorin für rechtliche Grundlagen der Sozialen Arbeit mit den Arbeitsschwerpunkten Existenzsicherungs- und Antidiskriminierungsrecht an der Hochschule Hannover, Fakultät Diakonie, Gesundheit und Soziales.

Unterrichtsmaterial diskriminierungskritisch analysieren (ausgebucht)

HINWEIS: Diese Session ist ausgebucht. Bitte melden Sie sich für ein anderes Thema an.

Durch die Auseinandersetzung mit konkreten Fallbeispielen beschäftigen sich die Teilnehmenden unter Anleitung von Kamady Fofana mit der Frage, wie der diskriminierungskritische Blick (Schwerpunkt Rassismuskritik) auf Unterrichtsmaterialien und Lehrwerke geschärft werden kann. Zudem wird diskutiert, welche persönlichen Voraussetzungen dafür im Vorfeld geschaffen werden müssen.

Über den Referenten

Kamady Fofana ist Lehrer und Oberstudienrat an einer berufsbildenden Schule sowie in einer Jugendstrafanstalt. Er engagiert sich u.a. in der Lehrer:innen-Aus- und -Weiterbildung an Universitäten und Schulen im Kampf gegen Rassismus und ist darüber hinaus in verschiedenen Organisationen wie dem ADAN e.V., Phoenix e.V. und im Netzwerk gegen Rassismus tätig.

Demokratische Schulkultur diversitätssensibel gestalten (ausgebucht)

HINWEIS: Diese Session ist ausgebucht. Bitte melden Sie sich für ein anderes Thema an.

Dieser Workshop ist für pädagogische Fach- und Lehrkräfte, Schulleitungen und alle anderen, die Schule als Gemeinschaftsprojekt betrachten (möchten), in dem nicht nur verschiedene Ebenen (Schulleitung, Schüler:innen, Lehrer:innen) zusammenkommen, sondern auch Menschen mit verschiedenen Zugehörigkeiten und Hintergründen. Die Teilnehmer:innen erhalten Anregungen, wie eine Schule kultiviert wird, in der sich gegenseitige Unterstützung und Teilhabe gegen Diskriminierung und Ausgrenzung durchsetzen. Anhand konkreter Beispiele werden verschiedene Ansätze von Partizipation im schulischen Kontext aufgezeigt. Am Workshop können 25 Interessierte teilnehmen.

Über die Referentin

Diana Rychlik ist Prozessmoderatorin und Trainerin für demokratische Schulentwicklung, Partizipation und Diversity. Sie leitet Trainingsprogramme für Lehrkräfte, Pädagog:innen und Schulleitungsmitglieder bei der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. und macht seit über zehn Jahren Anti-Bias- und Empowermentarbeit an Schulen und in Jugendprojekten.

17:30 – 17:45 Uhr

Pause

17:45 – 19:15 Uhr

Fachgespräch „Professionsverständnis und Professionalisierung von Lehrkräften der Migrationsgesellschaft“

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu und Prof. Dr. Paul Mecheril forschen u.a. zu der Frage, wie die Professionalisierung von Lehrkräften in der Migrationsgesellschaft gelingt. Dabei stehen die drei Phasen der Lehrkräftebildung im Fokus. Vor dem Ziel, eine diversitätssensible und diskriminierungskritische Schulentwicklung zu fördern, fragen wir uns und unsere Diskutant:innen, wie ein Professionsverständnis in der Migrationsgesellschaft aussehen sollte und wie es in der Universität, im Referendariat und insbesondere in der schulischen Praxis entwickelt werden kann. Das Gespräch nimmt daher wissenschaftliche Befunde und Erfahrungssätze aus der Arbeit mit Lehramtsstudierenden und ausgebildeten Lehrkräften in den Blick und fragt z.B. nach Räumen der Professionalisierung in der Schule und den Anforderungen an die Schulentwicklung.

Über die Referent:innen

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu ist Professorin für Interkulturelle Bildung am Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften der Universität Bremen.

Prof. Dr. Paul Mecheril hat seit Juni 2019 die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Migration an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld inne.

Moderation

Das Fachgespräch wird moderiert von Anna-Margarete Davis und Dr. Bettina Bello. Anna-Margarete Davis ist Abteilungsleiterin der Programmabteilung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Dr. Bettina Bello ist Programmleiterin des Projekts „Vielfalt entfalten – gemeinsam für starke Schulen“ in Hamburg.

Donnerstag, 20. Mai 2021

15:45 – 16:00 Uhr

Ankommen der Teilnehmenden im digitalen Raum

16:15 – 17:30 Uhr

Bitte melden Sie sich für eines der folgenden Themen an.

Über den Schulhof hinaus – Sozialräumliche Aspekte von Schulentwicklung

HINWEIS: diese Session ist auf 30 Teilnehmende begrenzt.

Das Projekt „InSide: Inklusion im Sozialraum – Partizipative, demokratische und kinderrechtsbasierte Schulentwicklung durch schüler*innenaktive Forschung“ verfolgt das Ziel, Gelingensbedingungen inklusiver Schule, speziell mit Blick auf die Verortung im Stadtteil, zu formulieren. Im Projekt der Fachhochschule Potsdam in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig werden Schulen, die sozialraumorientiert arbeiten sowie eine Modellregion in Leipzig beispielhaft untersucht. Ein besonderes Merkmal des Vorhabens ist der partizipativ ausgelegte Forschungsansatz. Im Workshop werden erste Erkenntnisse durch das Projektteam der Universität Leipzig vorgestellt und mit den Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit diskutiert.

Über die Referent:innen

Robert Kruschel, Nico Leonhardt und Prof. Dr. Saskia Schuppener sind Teil des Projektteams und arbeiten am Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig.

Fehlerfreundlichkeit und Feedbackkultur im professionellen Handeln

HHINWEIS: diese Session ist auf 25 Teilnehmende begrenzt.

Diversität als Querschnittsaufgabe betrifft die gesamte Schulkultur und Schulentwicklung. Dazu gehört auch eine positive Fehler- und Feedbackkultur. In diesem Workshop geben Dr.in Janina Vernal Schmidt und Dhana Indlekofer einen kurzen Input zum Thema Diversität und Schulentwicklung. Anhand von Feedbacksequenzen können sich die Teilnehmer:innen in Kleingruppen über Diversitätslinien austauschen und gemeinsam erarbeiten, welche Haltungen einem diversitätssensiblen, fehlerfreundlichen Umgang zugrunde liegen können.  

Über die Referentinnen

Dr.in Janina Vernal Schmidt ist Institutsgeschäftsführerin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim.

Dhana Indlekofer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim.

Partizipation im Fernunterricht

HINWEIS: diese Session ist auf 30 Teilnehmende begrenzt.

Zu Beginn des Workshops wird es einen kurzen Impulsvortrag geben, der auf Veränderungen der Lernkultur, Erkenntnisse aus der pandemiebedingten Fernlehre, einen notwendigen Rollenwandel und -wechsel, Demokratiebildung und digitale Partizipation eingehen wird. Dabei werden neben unterschiedlichen Perspektiven auch bestehende Ansätze aufgezeigt, die anschließend gemeinsam mit den Teilnehmenden vertieft und diskutiert werden.

Über den Referenten

Dejan Mihajlović ist Realschullehrer in Freiburg und Referent beim Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg. Zu Bildung in einer Kultur der Digitalität schreibt er als Kolumnist, hält Vorträge und berät Politik und Verwaltung.

„Weise Interventionen für einen diversitätsbewussten Unterricht“. Förderung der Leistungsmotivation im heterogenen Klassenkontext – Ein Toolkit für die Lehrer:innenbildung

Wie lässt sich das Vertrauen in sich und andere sowie die Motivation von Schüler:innen steigern und welchen Effekt hat das auf die Leistungsentwicklung in einem heterogenen Klassenkontext? Dr.in Mohini Lokhande und Ritva Grießig haben sog. Weise Interventionen in Schulen erprobt und deren Wirkung evaluiert. Im Workshop wird das daraus entwickelte Handbuch mitsamt den Interventionen (Werteaffirmation, wachstumsorientierte Grundhaltung und weises Feedback) sowie theoretischer Hintergründe zusammenfassend eingeführt und wesentliche Rahmenbedingungen erläutert. Eine ausgewählte Intervention bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die Inhalte anzuwenden und abschließend mit den Referentinnen in den Austausch zu gehen. Der Workshop richtet sich insbesondere an Personen in schulischen Leitungspositionen, aus der Lehrkräftebildung und dem schulischen Unterstützungssystem sowie an Lehrer:innen. Projektwebseite: https://www.svr-migration.de/weise-interventionen/.

Über die Referentinnen

Dr.in Mohini Lokhande (Dipl.-Psych.) ist stellvertretende Leiterin des Bereichs Forschung beim Sachverständigenrat für Integration und Migration (SVR).

Ritva Grießig (systemische Beraterin ist Psychologin (M.Sc.) promoviert derzeit an der Martin-Luther-Universität in Halle im Arbeitsbereich „Pädagogische Psychologie mit dem Schwerpunkt Sozialisation und Kultur“.

Unterrichtsmaterial diskriminierungskritisch analysieren (ausgebucht)

HINWEIS: Diese Session ist ausgebucht. Bitte melden Sie sich für ein anderes Thema an.

Durch die Auseinandersetzung mit konkreten Fallbeispielen beschäftigen sich die Teilnehmenden unter Anleitung von Kamady Fofana mit der Frage, wie der diskriminierungskritische Blick (Schwerpunkt Rassismuskritik) auf Unterrichtsmaterialien und Lehrwerke geschärft werden kann. Zudem wird diskutiert, welche persönlichen Voraussetzungen dafür im Vorfeld geschaffen werden müssen.

Über den Referenten

Kamady Fofana ist Lehrer und Oberstudienrat an einer berufsbildenden Schule sowie in einer Jugendstrafanstalt. Er engagiert sich u.a. in der Lehrer:innen-Aus- und -Weiterbildung an Universitäten und Schulen im Kampf gegen Rassismus und ist darüber hinaus in verschiedenen Organisationen wie dem ADAN e.V., Phoenix e.V. und im Netzwerk gegen Rassismus tätig.

Demokratische Schulkultur diversitätssensibel gestalten (ausgebucht)

HINWEIS: Diese Session ist ausgebucht. Bitte melden Sie sich für ein anderes Thema an.

Dieser Workshop ist für pädagogische Fach- und Lehrkräfte, Schulleitungen und alle anderen, die Schule als Gemeinschaftsprojekt betrachten (möchten), in dem nicht nur verschiedene Ebenen (Schulleitung, Schüler:innen, Lehrer:innen) zusammenkommen, sondern auch Menschen mit verschiedenen Zugehörigkeiten und Hintergründen. Die Teilnehmer:innen erhalten Anregungen, wie eine Schule kultiviert wird, in der sich gegenseitige Unterstützung und Teilhabe gegen Diskriminierung und Ausgrenzung durchsetzen. Anhand konkreter Beispiele werden verschiedene Ansätze von Partizipation im schulischen Kontext aufgezeigt. Am Workshop können 25 Interessierte teilnehmen.

Über den Referenten

Benjamin Mosebach ist Prozessbegleiter, Trainer und Referent für Moderation, Organisationsentwicklung und Partizipation. Er ist Social-Justice and Diversity Trainer sowie Betzavta-Trainer und Mitbegründer von „MobiZ“, der Mobilen Zukunftswerkstatt zur Schulentwicklung.

17:30 – 17:45 Uhr

Pause

17:45 – 18:30 Uhr

Buchbesprechung: „Rassismuskritische Fachdidaktiken. Theoretische Reflexionen und fachdidaktische Entwürfe rassismuskritischer Unterrichtsplanung“

Der Anspruch, Theorie und Praxis mit Blick auf rassismuskritische Fachdidaktiken zu verzahnen, ist für die Konzeption dieses Bandes handlungsleitend. Die Beiträge bestehen aus jeweils zwei Teilen: Im ersten Teil wird die Rassismusrelevanz eines bestimmten Sachverhalts des jeweiligen Unterrichtsfaches dargestellt, im zweiten Teil wird die rassismuskritische Vermittlung in Form von allgemeinen Erläuterungen zur fachdidaktischen Transformation des Unterrichtsgegenstandes thematisiert. Im Gespräch mit den Herausgeber:innen Prof. Dr. Karim Fereidooni und Jun.Prof.in Dr.in Nina Simon, werden einzelne Aspekte des Buches im Hinblick auf eine diskriminierungskritische Schulentwicklung herausgegriffen und diskutiert.

Über die Referent:innen

Prof. Dr. Karim Fereidooni ist Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum.

Jun.Prof.in Dr.in Nina Simon ist Juniorprofessorin für DaF/DaZ mit dem Schwerpunkt Kulturstudien am Herder-Institut der Universität Leipzig.

Moderation

Die Buchvorstellung wird moderiert von Dr. Bettina Bello.
Dr. Bettina Bello ist Programmleiterin des Projekts „Vielfalt entfalten – gemeinsam für starke Schulen“ in Hamburg.

18:30 – 19:30 Uhr

Fachgespräch „Schulleitungshandeln im Kontext einer diversitätsorientierten und diskriminierungskritischen Schulentwicklung“

Schulen zu Orten zu machen, an denen es nicht nur darum geht, mit Vielfalt umzugehen, ist ein komplexes Vorhaben. Es bedarf einem Bewusstwerden eigener Vorurteile und Ursachen diskriminierender Ungleichbehandlungen. Es erfordert eine Veränderung der Haltung von einem problemorientierten Umgehen mit Diversität hin zu einer ressourcenorientierten Wertschätzung aller Schülerinnen und Schüler in ihrer Vielfalt und ihren individuellen Unterschieden. Markus Schega hat sich als Schulleiter auf den Weg gemacht, Bildungsungleichheiten an seiner Schule abzubauen. Was seine Motivation dafür war, welche Schritte dies beinhaltete, wie er mit Widerständen umgegangen ist und wer ihn dabei unterstützt hat, berichtet er im gemeinsamen Gespräch mit Frau Schanz. Mit ihr werden wir erörtern, wie das Begleitungs- und Unterstützungssystem von Schulen qualifiziert werden könnte, um Schulleitungen gut beraten zu können und welche Fortbildungsangebote es für diese im Bereich Diversität und Anti-Diskriminierung geben sollte.

Über die Referent:innen

Claudia Schanz ist Sprecherin bei INKA - Interkultureller Arbeitskreis der Bundesländer im Deutschen Verein zur Förderung der Lehrerinnen- und Lehrerfortbildung e.V. und Leiterin des Referats Politische Bildung, Gedenkstätten, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Globales Lernen, Mobilität im Niedersächsischen Kultusministerium.

Markus Schega ist Schulleiter der Nürtingen Grundschule in Berlin-Kreuzberg.

Freitag, 21. Mai 2021

15:45 – 16:00 Uhr

Ankommen der Teilnehmenden im digitalen Raum

16:00 – 16:30 Uhr

Rückblick und Highlights aus der Themenwoche

16:30 – 17:30 Uhr

Impulsvortrag „Bildung für eine zukunftsfähige Gesellschaft“

Zukunft ist ein Begriff, den viele Menschen mit etwas Hoffnungsvollem verbinden, andere jedoch eher mit Ungewissheit und Ängsten. Niemand kann mit Gewissheit sagen, was die Zukunft bringen wird, gleichwohl wird sie sich vermutlich ähnlich gestalten, wie unsere momentane Gegenwart: unsere Gesellschaft wird und muss zunehmend nachhaltig sein, sie ist und wird geprägt sein von Migration und Diversität. Damit eine wertschätzende Haltung zu Nachhaltigkeit und menschlicher Vielfalt zur gesellschaftlichen Normalität wird und Kinder und Jugendliche den abstrakten Herausforderungen der Zukunft souveräner begegnen können, bedarf es einer Veränderung der Gesellschaft und ihres Bildungssystems. Zum Abschluss der Themenwoche möchte Margret Rasfeld Ihnen Impulse dafür geben, wie Schule und Lernen ein wenig mehr so gestaltet werden könnten, dass Kinder und Jugendliche sich mit ihren individuellen Potenzialen und Kompetenzen als Teil einer Gemeinschaft wertgeschätzt und gebraucht fühlen, Erfahrungen machen, dass sie ihre Umwelt aktiv gestalten können und lernen, mit Scheitern und realen Herausforderungen umzugehen.

Über die Referentin

Margret Rasfeld ist Botschafterin für eine Lernkultur der Potenzialentfaltung und Gründerin der Initiative Schule im Aufbruch.

17:30 – 17:45 Uhr

Pause

17:45 – 18:45 Uhr

Kennenlernen, Austausch und Vernetzung zwischen den Teilnehmenden aus den vier Bundesländern im Projekt „Vielfalt entfalten – gemeinsam für starke Schulen“

Gemeinsam Vielfalt leben – Unter diesem Motto sind wir am ersten Tag in den Austausch gestartet. Nun ist es Zeit, den Blumenstrauß an Ideen zu teilen und ggf. ein paar neue Blüten hinzuzugewinnen. Was hat Sie in den letzten vier Tagen besonders bewegt? Welche neuen Themen oder Fragen wurden aufgeworfen? In angenehmer Atmosphäre können Sie darüber in den Austausch kommen und sich mit anderen Schulen bundeslandübergreifend vernetzen.

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